Stand der Dinge 1/x

Nachdem ich mich gestern sehr lange schlaflos hin und her gewälzt habe und das Gedankenkarusell nicht aufhören wollte sich zu drehen, schreibe ich nun auch einfach mal meine Gedanken auf.
Vielleicht hilft es mir, aber auch der Austausch untereinander in dieser besonderen Zeit (sei es Twitter, Blogs oder auch mal bunte Bildchen bei Insta (teils mit mehr Worten als sonst) ist sehr wichtig.

Ich hatte für diese Woche bereits – bevor die Lage absehbar war – „Urlaub“ eingetragen: schließlich war es meine Geburtstagswoche. Ich wollte Freunde treffen, shoppen und bummeln, zur Creativa und auch mit Freunden und Familie feiern. Nun denn….

Die Tochter (11) freute sich zunächst sehr über die schulfreie Zeit. Wir haben Ihr aber ziemlich schnell klar gemacht „richtig schulfrei ist nicht!“ und „Freunde treffen – weil frei – erst recht nicht“.
Und da liegt auch schon eins meiner Hauptgedankenprobleme:
Durch den Schulwechsel im Sommer ist die Tochter mit einem Ticket für Bus und Bahn ausgestattet. Es war toll zu sehen, dass sie immer selbstständiger wird. Mal eben mit Freundinnen auf ein Eis treffen, zum „shoppen“ in die Stadt oder ins Kino.
Diese neu aufgebaute Selbstständigkeit wird Ihr nun erstmal komplett gestrichen.
In dieser Zeit zerreist es mir besonders das Herz, dass wir leider nicht das Glück hatten, mehrere Kinder zu bekommen.
Der „echte“ Kontakt zu Kindern wird Ihr sehr fehlen – auch wenn viele sagen, die Kids hängen doch eh nur an Ihren Handys.

Schulisch groovt es sich langsam ein. Sie hat schon in der Grundschule die Aufgaben immer sehr eigenständig gemacht.
Inzwischen sollten auch alle Stellen gefunden sein, wo die Lehrer irgendwelche Aufgaben „versteckt“ haben …. in diese Woche, hat sie dann noch Donnerstag Dateien an einer „unbekannten“ Stelle gefunden.
Schwierig ist es nur, wenn wir die Sachen kontrollieren und Verbesserungsvorschläge anbringen:
Wenn ein Lehrer das anmerkt, ist es doch deutlich was anderes, als wenn es die Eltern machen.

Der Mann macht Homeoffice. Das Gästezimmer wurde kurzerhand mit einem provisorischen Schreibtisch ausgestattet auf dem Laptop und Co aufgebaut sind. Die Tochter hat dadurch freien Zugang zum „guten PC“ im Kellerbüro, um dort auch mal zu „zocken“.

Auch so sind wir hier im Haus mit 4 Etagen für 3 Personen in einer echten Luxussituation. Da können wir uns auch mal aufteilen. Einen Garten haben wir zum Glück auch und da das Wetter die Woche recht gut war, habe ich die Sonnenstrahlen wirklich genossen.
Das Reihenhaus nebenan wird allerdings aktuell kernsaniert und die machen munter weiter. Das ist schon teilweise sehr laut und eine versteht das eigenen Wort nicht.

Meine Eltern (68 +73) haben es inzwischen auch verstanden.
Endgültig einsichtig wurden Sie, als meine Nichte(14) sie eindringlich gebeten hat, am letzten Sonntag doch nicht in die Kirche zu gehen! Darauf haben Sie gehört. Nun ist das Thema ja eh erstmal vom Tisch.

Nächste Woche müsste ich an einigen Tagen arbeiten. Auch wenn mein Arbeitgeber (das rote S) den Geschäftsbetrieb sehr eingeschränkt hat, kann und soll ich meine Kunden telefonisch und per Mail betreuen.
Leider bin ich technisch nicht mit entsprechenden Geräten ausgestattet, um das mit den vertraulichen Kundendaten von zu Hause aus zu machen.
Was mich aber auf die Palme bringt sind Kommentare unter dem passenden Post der Sparkasse zu den Schließungen :
Da regt sich einer auf, was denn nun bitte seine Eltern (80+) machen sollten, ohne Onlinezugang?
Und ich frage mich nur, was hast du nicht verstanden ???? Was haben deine Eltern bei der Bank vor Ort zu suchen? Krieg den Hintern hoch und kümmere Dich – notfalls auch aus der Ferne – darum, dass sie nicht rausmüssen…

So, das war es erstmal ….. Ich lasse Euch noch eine Textzeile aus einem Lied das gestern beim Finale von „Dein Song“ gespielt wurde da :

„Geht nicht, kann es nicht begreifen, wenn ich weiter drüber nachdenk platzt mein Kopf……

In diesem Sinn, aufschreiben und austauschen hilft hoffentlich etwas.

Passt gut auf Euch und Eure Lieben auf.

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